Minimum Viable Themes

Bei meinen Themes habe ich mich am Lean-Startup-Gedanken orientiert und diese als Minimum Viable Product (MVP) entworfen und umgesetzt. Als Ergebnis sind zum Start fünf Minimum Viable Themes mit einem klaren Konzept entstanden.

Ich möchte in diesem Beitrag kurz den Begriff MVP darlegen und welche konkreten Auswirkungen die Methode auf die Features und Ausgestaltung unserer WordPress Themes hatte, inklusive der Vorteile dieses Ansatzes.

Was ist ein MVP?

Minimum Viable Product lässt sich wörtlich mit minimal brauchbares Produkt übersetzen. Wer den Begriff noch nicht kennt, findet mit der Suchmaschine seiner Wahl sehr schnell einige Artikel zu dem Konzept, weshalb ich auf eine lange Erklärung verzichte.

Für mich bedeutet MVP einen klaren Fokus auf einen bestimmten Zweck (Business Websites), statt möglichst viele Einsatzgebiete abdecken zu wollen. Es geht nicht darum, möglichst viele Features anzubieten, sondern einen Nutzen zu erzeugen.

Und es geht mir definitiv nicht darum, ein schlechtes, fehlerhaftes oder unausgereiftes Produkt zu veröffentlichen. Diesen fahlen Beigeschmack hat der Begriff MVP leider häufig, weil Geschwindigkeit über Perfektion gestellt wird. Mit diese Punkt kann ich mich weniger anfreunden, weil zuverlässige und funktionierende Produkte das A und O sind.

Warum Minimum Viable Themes?

GermanThemes ist unter folgender Hypothese entstanden:

WordPress Nutzer bevorzugen das Erstellen von Websites mit einem Page Builder wie Gutenberg statt mit Theme Optionen, Templates und Child Themes. WordPress Themes werden daher sehr viel simpler (und unwichtiger), weil Page Layouts (und bald die ganze Website) zunehmend als Blocks umgesetzt werden.

Aus diesem Grund sind die Themes sehr schlank gestaltet und geben den Rahmen für die neuen Hauptakteure vor – die WordPress Blocks.

Was bedeutet Minimum Viable Themes konkret?

Sehr konkrekt folgte daraus, dass der Funktionsumfang der Themes sehr abgespeckt ist:

  • Einspaltiges Layout
  • Keine Sidebar
  • Keine Kommentare
  • Keine zweite Navigation
  • Keine Social Icons im Theme
  • Keine Theme Optionen außer Farben und Typographie

Die Themes geben hauptsächlich den Header und Footer vor, die Gestaltung des Content-Bereichs wird komplett von Blocks übernommen.

Vorteil des Ansatzes

Der Vorteil des MVP-Konzepts ist, dass die Themes sehr schlank sind und noch nicht mit Funktionen überladen. Euer Feedback wird entscheidend sein, in welche Richtung die weitere Entwicklung geht und welche Features hinzukommen.

Es ist praktisch noch vieles offen und abhängig von euren Wünschen.

Ebenfalls noch unklar ist, wie sich WordPress Themes mit den nächsten Phasen von Gutenberg verändern werden, wenn Blocks nicht nur im Editor sondern für die ganze Website verwendet werden können. Unsere Themes werden hier den Puls der Zeit folgen und die neuesten Möglichkeiten von Gutenberg nutzen. Auch hierfür ist die Devise, schlank zu starten und kontiniunierlich das Produkt weiterzuentwickeln, sehr nützlich.

Weitere Entwicklung basiert auf deinem Feedback

Für mich beginnt nun die spannende Zeit, meine Hypohese am Markt zu testen. Welche Annahmen waren korrekt und welche stellen sich als falsch heraus? Wollen Nutzer doch Kommentare haben oder war es richtig, diese Funktion zu streichen?

Ich bin deshalb auf deine Anregungen, Wünsche und Kritik angewiesen und freue mich auf jede Rückmeldung per Twitter, Facebook oder E-Mail.

Herzlichen Dank!